• Daniela Friedrich

Diese 7 Punkte musst du mindestens über Buchführung wissen!

Eine Erkenntnis aus der Krise: Viele vernachlässigen ihre Buchführung!


Sofortkredite hier, Unternehmenskredite dort. Gespräche mit dem Steuerberater und der Bank. Betriebswirtschaftliche Auswertungen, Selbstauskünfte, Liquiditätsplanung.


Das war es, womit sich viele Selbstständige und Unternehmer plötzlich auseinandersetzen mussten und müssen. Solange das Geschäft läuft, lässt man diese nervigen Themen gern mal unter den Tisch fallen. Doch wenn einem plötzlich die Umsätze einbrechen, Kunden absagen und kein Geld mehr auf dem Konto ist, wünscht man sich, dass man sich vorher darum gekümmert hätte.


Weil ich nicht nur seit der Krise feststelle, dass dieses Thema stiefmütterlich behandelt wird, will ich ein bisschen Ordnung ins Chaos bringen und starte mit dem Thema Buchführung!



1. Was ist der Unterschied zwischen Buchhaltung und Buchführung?

Umgangssprachlich gibt es keinen Unterschied. Wenn man es genau nimmt, ist die Buchhaltung die Abteilung, die die Buchführung macht.


2. Was ist Buchführung eigentlich?

Deine Buchführung sind alle Belege mit denen du Geschäftsvorfälle dokumentierst. Sprich alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen bzw. Belege, die du in Verbindung mit deinem Business bekommst oder schreibst.

Eingangsrechnungen sind die, die du bezahlen musst. Du bekommst Rechnungen per Post oder per Mail oder als Barbeleg zum Beispiel im Restaurant. Ausgangsrechnungen sind die, die du deinen Kunden stellst.


3. Warum ist Buchführung so wichtig?

Abgesehen davon, dass du verpflichtet bist, deine Bücher ordentlich zu führen, gibt dir die Buchführung Auskunft über deinen Unternehmenserfolg und ist nötig für die Umsatzsteuervoranmeldung und die Besteuerung (z.B. Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer, Einkommensteuer) deines Gewinns. Ob du willst oder nicht: Du musst Steuern abgeben.

Außerdem musst du, um dein Unternehmen erfolgreich führen zu können, deine Zahlen im Blick haben, sodass du jederzeit Kurskorrekturen vornehmen kannst. Wie willst du denn deine Preise kalkulieren, wenn du deine Ausgaben gar nicht kennst? Oder wie stellst du fest, dass es dringend notwendig wäre neue Kunden zu akquirieren?


4. Macht jeder die Buchführung gleich?

Eher nicht. Es gibt zwar die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung, doch hier wird lediglich ein Rahmen vorgegeben. Außerdem unterscheidet deine Unternehmensform darüber, wie du deine Bücher führen musst. Es gibt die einfache und die doppelte Buchführung. Die doppelte Buchführung muss nur von folgenden Unternehmensformen gemacht werden: e.K. oHG, KG, AG, GmbH und UG und, wenn dein Umsatz 600.000 Euro überschreitet oder dein Gewinn im Vorjahr mehr als 60.000 Euro betrug.


5. Was ist die vorbereitende Buchführung?

Vermutlich wirst du einen Steuerberater haben und deine Belege nicht selbst buchen. Die Arbeit, die du dann noch leisten musst, nennt man „vorbereitende Buchhaltung/Buchfürung“. Du machst also die Vorbereitungen für deinen Steuerberater selbständig.


6. Wie sortiere ich die Belege?

Am besten sortierst du deine Eingangsrechnungen und Ausgangsrechnungen direkt auf unterschiedliche Stapel. Am Anfang des Monats übergibst du die Belege des Vormonats an deinen Steuerberater, sodass er die Belege buchen und dir deine monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung schicken kann.


7. Welche Ordner benötige ich für die Buchführung?

Ich empfehle dir deine Eingangs- und Ausgangsrechnungen getrennt voneinander abzulegen in jeweils einen eigenen Ordner. Lege in jeden dieser Ordner ein Register von A-Z ein und lege die Belege unter dem jeweiligen Kunden-, Lieferanten- bzw. Dienstleisternamen ab. Um es einfach zu halten kannst du die neuesten Belege immer oben auf legen.

Viele Solopreneure und Selbständige heften ihre Belege direkt hinter die Kontoauszüge und legen sie so ab. Allerdings ist das total unübersichtlich. Wie willst du einen Beleg aus dem vorherigen Jahr da schnell wiederfinden? Du müsstest das genaue Buchungsdatum kennen. Wenn du also das Buchführung Ordner System gleich so anlegst wie beschrieben, wirst du deine Belege viel schneller wiederfinden.



Hand aufs Herz!


Auch ich mache diese Arbeiten nicht immer gerne, obwohl ich genau weiß wie es geht und ich mir der Wichtigkeit absolut bewusst bin. Ich verstehe also total, wenn du eigentlich lieber das machen würdest, was deine Kunden glücklich macht, anstatt dich mit den Aufgaben der Buchhaltung auseinander zu setzen. Glaub mir aber: Wenn du es regelmässig und mit System machst, wird es dir künftig gar nicht mehr so schwer fallen. Denk einfach dran: Buchhaltung ist wichtig! Früher oder später wirst du froh sein, dass du sie ordentlich hast.


Wenn du detailliertere Informationen zur Buchführung willst, dann schick mir direkt eine Nachricht oder trage dich in meinen Newsletter ein, dass du keine Tipps mehr verpasst. Ich werde dir künftig noch mehr über Buchhaltung, betriebswirtschaftliche Auswertungen und Unternehmensführung verraten.




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